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Fauré, Gabriel 1845-1924

Fauré, Gabriel 1845-1924

Fauré, Gabriel 1845-1924

Französischer Organist und Komponist

Gabriel Faurés Laufbahn war nicht geradlinig. Gabriel Fauré gehört aufgrund seiner ganzen Lebensart zur Welt der Fin-de-siècle-Salons. Fauré machte als Weltmann eine glänzende Karriere auch im Dienste einer Kirche. Der Schweizer Komponist Louis Niedermeyer nahm ihn 1854 kostenlos an seine in Paris gegründete École de musique religieuse et classique auf, die im wesentlichen eine Kirchenmusikerausbildung vermittelte. Nach Niedermeyers Tod nahm sich 1861 Camille Saint-Saëns seiner an, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Gabriel Fauré war 1871 Gründungsmitglied der Société Nationale de Musique.

1866 wurde er Organist an Saint-Sauveur in Rennes, kehrte 1870 als Hilfsorganist von Notre-Dame-de-Clignancourt nach Paris zurück, wurde später Organist an Saint-Honoré-d'Eylau und schließlich Chororganist an St-Sulpice, wo er auch Charles-Marie Widor vertrat, um schließlich 1877 die Nachfolge von Théodore Dubois als Kapellmeister und 1896 an der großen Orgel von Madeleine anzutreten. Am Conservatoire de Paris wirkte er ab 1896 als Professor für Komposition in der Nachfolge von Jules Massenet, ab 1901 lehrte er an der École Niedermeyer. Von 1905 an war er Direktor des Conservatoire. Für sein Wirken erhielt er 1920 das Großkreuz der Ehrenlegion.

Von 1903 an machten sich die Anzeichen eines ständig sich verschlimmernden Gehörleidens bemerkbar, das ihn mit quälenden Zwangsvorstellungen verfolgte und schließlich zu seiner vollständigen Ertaubung führte. Gabriel Fauré starb am 4. November 1924 im Alter von 79 Jahren in Paris an einer Lungenentzündung und erhielt ein pompöses Staatsbegräbnis in der Madeleine, das in merkwürdigem Kontrast zu seiner lebenslang geübten Zurückhaltung stand. Er ruht auf dem Cimetière de Passy.
 


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Fauré, Gabriel; Pavane, ADE-TRIO Nr. 69

Artikel-Nr.: ISMN M-2054-2105-2

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