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Mozart Leopold 1719-1787

Mozart Leopold 1719-1787

Mozart Leopold 1719-1787

Am 14. November 2019 ist der 300. Geburtstag von Leopold Mozart. Drei Generationen Mozart werden mit dem Vater, Leopold, begründet. Es folgen Sohn Wolfgang und Enkel Franz Xaver. Danach gab es in der direkten Linie keine weiteren Nachkommen.
Doch diese drei Ausnahmemusiker bewegten die Musikgeschichte.

In Salzburg schrieb, vermutlich 1755, Leopold Mozart seine Sinfonia pastorella. Ein großer Teil ihres thematischen Inhalts war dem achtzehnten Jahrhunderts bekannt, ebenso wie die Themen der Werken der barocken Komponisten: Bach (Weihnachtsoratorium), Corelli (Weihnachtskonzert) oder der Pastoral-Symphonie von Händel.
Die Pastorale (von lat. pastor „Hirte“) ist eine Gattung der Instrumentalmusik des Barocks. Pastoralen sind Musikstücke, die an Hirtenmusik erinnern oder auf das ländliche Leben von Hirten anspielen. Sie sind meist für Schalmeien oder Oboen als Melodieinstrumente geschrieben und stehen oft in der Tonart F-Dur. Orgelpunkte, also lange Basstöne, spielen auf die Hirteninstrumente Dudelsack und Drehleier an. Die Gattung hat ihren Ursprung im weihnachtlichen Musizieren der Pifferari, italienischer Hirten, die
zur Weihnachtszeit in Rom vor Madonnenbildern musizierten.
Eine Pastorale entwickelte sich im achtzehnten Jahrhundert als ein Werk, das in die Mitternachtsmesse am Heiligabend aufgenommen werden sollte.
Dramatisiert die Rolle der Hirten in der “Geburt Christi Geschichte”, und erzählen solche Stücke das Hirtenwunder. Engel verkündigen den Hirten die kommende Geburt Jesu. Darauf ziehen sie mit Geschenken in den Stall, in dem Jesus geboren wird.
Die Pastorale war seit 150 Jahren in den östlichen Teilen des österreichisch-ungarischen Reiches ein populäres Genre. Die Hornrufmotive, für die Dorfherde kannte Leopold Mozart, sie sind in seiner Sinfonia pastorella enthalten, ebenso das Hirteninstrument Corno pastoricio (das Alphorn) selbst, womit er den Realismus der Hirten-Szene verdeutlichte. Über hundert Pastorellen mit Alphorn-Teilen sind uns noch aus dieser Zeit erhalten.

Rund 70 Werke kennen wir von Leopold Mozart, von denen viele in Vergessenheit geraten sind. Eine der bekanntesten Ausnahmen bildet seine „Musikalische Schlittenfahrt“, (für 4 (Natur-)Trompeten, ISMN M-50000-006-8) die im Verlag erschienen sind, wie sein glanzvolles Trompetenkonzert in einer Herausgabe von Edward H. Tarr (ISMN M-2054-0342-3).


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